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Hart, aber herzlich

Längst hält das Kickboxen als moderner Kampfsport des 21. Jahrhunderts auch in Fitness-Clubs ohne zwielichtigen Charakter Einzug.

Philosophie:

"Weniger ist mehr": Das ist die Philosophie des Kickboxens in aller Kürze. Im Kampf ist es oft effektiver, sich auf bestimmte Anwendungen zu konzentrieren und diese zu perfektionieren, als sich in zu vielen Details zu verlieren.

Geschichte:

Das Kickboxen ist ein junger Sport, der auf asiatische Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo und Kung-Fu, aber auch auf Boxen und Savate zurückgeht. Die ersten sportlichen Wettkämpfe mit Körperkontakt fanden 1974 in den USA unter der Bezeichnung "All Style Contact Karate" statt. Es folgte ein Boom, was nicht zuletzt an der Publicity durch Bruce Lee
lag.

Wie so vieles schwappte auch die Kickbox-Welle schließlich nach Deutschland über. Damals setzten sich die Handtechniken des Boxens gegenüber den Karatetechniken zunehmend durch, die Fußtechniken stammten größtenteils aus dem Taekwondo. Die Bezeichnung "Karate" - so heißt es - war also nicht mehr zutreffend: Der Sport wurde kurzerhand in Kickboxen umgetauft.

So geht's:

Richtig ran an den Mann oder doch lieber Trockenübungen: Kickboxen wird als Semi-, Leicht-, Vollkontakt oder einfach nur als Trainingsprogramm angeboten.

Beine (Kicken) und Fäuste (Boxen) werden in einer Vielzahl von Kombinationen und taktischen Manövern im Zweikampf eingesetzt, um den Gegner zu treffen, ohne selbst getroffen zu werden. Die Schutzausrüstung und ein strenges Reglement schützen dabei die Gesundheit und Sicherheit der Athleten. Gelenkigkeit und Körperbeherrschung werden als Voraussetzung zum Erlernen der Techniken ebenso trainiert wie Kondition, Reaktion und Kombinationsfähigkeit.

Die Qual der Wahl besteht zwischen Kickboxen als reinem Fitnessprogramm, Leichtkontakt, Semikontakt und Vollkontakt. Bei letzterem geht es am wenigsten zimperlich zu: Fuß- und Fausttechniken werden mit vollem Kontakt ausgeführt. Sieger ist, wer am Ende nach Punkten führt oder den Gegner k.o. schlägt.